Durch eine IP
Nummer kennen wir das Ziel und können Daten versenden.
Doch wenn die Daten beim Zielrechner ankommen, woher weiß
der Zielrechner, um welche Art von Daten es sich handelt und
woher weiß er, mit welchen Programm sie geöffnet
werden sollen?
Und an dieser Stelle kommen wir zu den Ports.
Im Header des TCP Protokolls wird automatisch beim versenden
der Daten die Portnummer mitversand, durch die der Zielrechner
erkennt, wie er diese Daten behandeln soll.
Eine "IP"-Nummer kann mit einer Hausadresse
verglichen werden.
Eine Hausadresse besteht bekanntermaßen auch aus einer
Hausnummer. Auch eine IP Adresse kennt Hausnummern. Dort heißen
sie, wie schon oben erwähnt, Ports. Ein Port definiert,
mit welchen Programm bzw. Applikation die Daten geöffnet
werden sollen. Durch
eine Anfrage an 217.185.46.26:80 also IP Nummer: 217.185.46.26
und Port 80, wird zuerst zum Rechner 217.185.46.26 verbunden
und dann auf die Applikation, die den Port 80 einnimmt, übergangen.
Wenn Sie im Browser eine URL eingeben, dann wird automatisch
die Portnummer 80 benutzt.
Jede Netzwerk-Applikation besetzt also einen Port. Damit wird
die Verbindung vom Browser zum Webserver und vom Webserver
zum Browser gewährleistet.
Portnummern können bis zu einem Bereich von 16 Bit gehen,
also bis 65535. Portnummern, die kleiner sind als 1024 werden
als "well known port numbers" bezeichnet. Dies sind
im Allgemeinen bekannte Dienste wie HTTP, SMTP, FTP.
Einige bekannte Portnummern:
SMTP - 25 (tcp) - Server zum versenden von Emails
per smtp
DNS - 53 (tcp/udp) - DNS-Dienst für die Zuordnung von
Domainnamen und IP-Adresse
Finger - 79 (tcp/udp) - Fernzugriff auf Benutzerdaten
HTTP - 80 (tcp/udp) - Port für einen Webserver wie der
Apache
POP3 - 110 (tcp/udp) - POP3 Server zum Empfangen von Emails
HTTPS - 443 (tcp/udp) - Webserver mit SSL Verschlüsselung
MySQL - 3306 (tcp/udp) - Der MySQL Datenbankserver