Wie Sie schon
wissen, werden Adressen im Netzwerk oder im Internet über
die Vergabe von IP-Adressen geregelt. Nun geben Sie ja keine
Nummern in der Browserleiste ein, sondern eine URL (Uniform
Ressource Locater). Früher wurde nur mit IP-Adressen
gearbeitet. Aber da wir nun mal Menschen und keine Computer
sind, musste man eine andere Lösung für die Adressierung
finden. Wir Menschen können uns außerdem mehr an
Sachen errinern, die wir mit irgendwelchen Namen assoziieren.
Das Netzwerk wurde immer globaler und wuchs sehr rasch. Bei
der Entwicklung des Internets hat man schnell gemerkt, dass
IP Adressen nicht wirklich vorteilhaft für die Adressierung
von Webinhalten sind, es war Zeit einen Ausweg zu finden.
Und so wurde eine Lösung namens DNS (Domain Name Service)
erarbeitet. Zuerst sollten Sie den Aufbau einer URL kennenlernen.
Eine Beispiel URL wäre: http://www.dimk.de
In diesem Fall also die Transfer-Art http, das automatisch
die Portnummer 80 bekommt. Die Top Level Domain (TLD) steht
ganz rechts nach dem Punkt, also .de. Durch eine TLD wird
die Namneszone einer Domain bestimmt, wo ein Primary Name
Server oder Root Server die untergeordneten Name Server regelt.
Ein Name Server regelt die Zuordnung von IP Adressen und Domains.
TLDs werden durch allgemeine TLDs und Länderspezifischen
TLDs unterschieden. Allgemeine sind z.B .com, .net, .org,
.info, .biz,, .edu, .gov, .int. Länderspezifische sind
z.B .de oder .us.
Einige TLDs::
com - Kommerzielle Organisationen
edu - Schulen und Hochschulen
gov - Institutionen der Regierungen von USA
info - Informationsabhängige Organisationen
mil - Militärische Einrichtungen der USA
net - Netzwerk betrefende Organisationen
org - Nichtkommerzielle Organisationen
int - Internationale Organisationen
apra - Altes Apra-Netz
Die Bezeichnung zwischen "http://www." und ".de",
also in diesem Fall "dimk", ist die sogenannte Second
Level Domain (SLD). SLDs und TLDs werden zusammen von den
zuständigen NICs (Vergabestelle für Domainnamen)
vergeben. In jedem Land gibt es NICs, die solche Vergaben
regeln. In Deutschland heißt sie Denic. Nachdem mit
der TLD der Root Server angesprochen wurde, wird mit der SLD
ein dem Root Server untergeordnete Name Server angesprochen,
der in seinem Netz die gesuchten Rechner verwaltet.
Doch was heißt, das "www" in der URL? Ganz
einfach, das ist der Name des Hosts mit dem gesuchten Webserver.
Manchmal ist es auch ein Proxy- und DNS-Server, der verschiedene
untergelagerte Webserver gezielt anspricht. Der Host kann
aber auch ganz wegfallen, also http://dimk.de. Damit wäre
dimk auch gleichzeitig der Name des Rechners. Domainabieter
verwalten ihre Domains über sogenannte Serverparks. ftp.dimk.de
erhällt einen anderen Rehner als pop3.dimk.de oder mail.dimk.de.
So wird die Auslastung auf mehrere Hosts geteilt. Von größeren
Internetanbietern wird die sogenannte Load-Balancing zum Einsatz
gebracht. Mehrere Server (z.B. dimk1, dimk2, dimk3) bekommen
den gleichen Inhalt draufgespeichert und werden gezielt angesprochen.
Erhällt dimk1.dimk.de einen zu großen Besucheransturm,
wird dimk2.dimk.de angesprochen, mit der Garantie, dass der
Inhalt der gleiche bleibt. Natürlich können Webserver
nicht nur eine einzelne Domain verwalten, sondern auch mehrere.
Dieses Prinzip wird Multi-Homing genannt. Ein Webserver wie
der Apache kann hunderte Domains verwalten. Dies kann man
mit den sogennanten virtual hosts erreichen. Von außerhalb
könnte man meinen, dass dimk.de und amazon.de auf verschiedenen
Servern gespecihert sind. Es könnte aber auch sein, dass
dimk.de und amazon.de auf dem gleichen Rechner gehostet werden
und gezielt angesprochen werden können.
Gehen wir nochmal auf das Load-Balancing ein. Dieses Load-Balancing
lohnt sich natürlich nur dann, wenn z.B. dimk1.dimk.de
und dimk2.dimk.de wirklich auf verschiedenen Rechnern gespeichert
werden, die den gleichen Inhalt haben. Wir, als Besucher einer
Seite können nicht erkennen, ob eine Domain mit verschiedenen
SubDomains (dimk1,dimk2) auf versch. Rechnern gespeichert
ist. Denn, wie schon vorher erwähnt, können virtual
hosts (Virtuelle Hostrechner) auf einen webserver eingerichtet
werden. Wie der Name schon sagt, sind es künstliche,
keine echte Hosts, da sie eben auf einem realen Host laufen.
DNS-Dienste sind ebenfalls Server, die
über Name-Resolver und Name-Server die Anfragen ihres
Browsers abfassen. Der Name-Resolver leitet die Anfrage weiter
an den Name-Server. Die Antwort des Name-Servers erhällt
zunächst der Name-Resolver, der es dann an den Client
weiterleitet. Findet der Nameserver die Zuordnung von Domainname
und IP-Adresse nicht, leitet er die Anfrage an einen anderen
in der gesuchten Zone beanchbarten Name-Server. Dieses Spiel
von Suchen und Weiterleiten wird so lange gespielt, bis die
richtige Kombination von Ipnummer und Domainname gefunden
wurde. In einer Zone gibt es natürlich nicht nur einen
Nameserver, sondern mehrere Nameserver, die füreinander
einspringen können, sollte es zu Engpässen kommen.
Nicht nur Webspace-Anbieten besitzen eigene Nameserver, sondern
auch Internetprovider oder Universitäten.